erotische Fotos von schlichter Schönheit
Okt 7th, 2008 | By admin | Category: Fotografen
Puristisch, schlicht wie sie sind, vermag es die Fotografin die Wahrnehmung ihrer Betrachter unabgelenkt auf die wesentliche, unbehandelte Ästhetik menschlicher Körper zu richten. Die ausgebildete Tänzerin, die schon in jungen Jahren sowohl in Bildenden Künsten als auch in der Musik kreativ tätig war, beweist mit ihren Aktfotos, wie affin, begabt und mit welch hoher technischer Fertigkeit sie sich auch in der nicht heimischen Kunst bewegen kann.
Die Fotografin spart sich überwiegend besondere Accessoires oder relevante, aktiv wirkende Hintergründe. Sie nimmt dem Betrachter sogar seine so wertgeschätzte, jedoch mit starker Subjektivität verbundene Farbwahrnehmung und hüllt ihre Werke einheitlich in Schwarz-weiß, Sepia oder eher ungewöhnliche Farbtöne. Auf diese Weise sind der Kontrast und das Zusammenspiel zwischen Licht und Schatten die einzigen, maßgebenden Variablen nebst ihrer meist nah gewählten Perspektive, um Wirkung und Bedeutung der Modelle zu definieren und zu vermitteln.
Eine Art ihrer Aktaufnahmen richtet das Augenmerk auf Hand und Arm beziehungsweise auf Fuß und Bein. Dies wird erreicht indem ausschließlich die jeweiligen Gliedmaßen in Nahaufnahme abgebildet werden; Gesichter sind nicht zu sehen und wurden offensichtlich beabsichtigt aus dem Bild genommen. Die Posen hierbei deuten im klassischen Sinne des Aktes bestimmte Handlungen oder Bewegungen an und sind nur untergeordnet erotischer Natur. Ein interessantes Beispiel hierfür ist ein Foto einer weiblichen Brust, die Unterarme der Frau darunter gekreuzt, mit nach oben deutenden, offenen Handflächen, als ob sie ihren imaginäreren Säugling in ihren Armen gerade stillen würde.
Die Ganzkörperaufnahmen der Fotografin kommen ähnlich sinnlich daher. Die Modelle befinden sich in verschiedenen Posen im Liegen, Sitzen oder Stehen. Ihre Gesichter wenden sich dabei zwar von der Kamera ab, jedoch scheuen sie diese nicht. Vielmehr sehen sie anderorts hin, interessieren sich für andere Dinge. So entsteht sogar mit personeller Identität eine distanzierte, natürliche Ästhetik der Körper.
Deutlich erotischere Ansprüche stellen die Torsobezogenen Bilder und Paarakte.
Die Oberkörperaufnahmen rücken sehr deutlich vor allem weibliche Reize in den Vordergrund. Gesichtslose Busen, Pos und lange Beine dominieren diese Werke mit sexueller Sinnlichkeit. Dennoch wirken die Bilder von simpler Pornographie deutlich abgehoben. Die Posen sind keineswegs billig, tatsächlich verdeckt eines der weiblichen Modelle inmitten der sonst so erotischen Galerie ihre Blöße in aufrechter, fast beängstigter Position.
Die Paarfotos deuten offensichtlich den Akt im sexuellen Sinne an, zeigen ihn jedoch nicht.
Vielmehr assoziiert man mit den engen, fast Unterwürfigen Umarmungen und Umschlingungen eher die romantische, liebesbezogene Seite des Sexuallebens, als die zweckmäßige - eine gelungene Gratwanderung zwischen Trieb, Geist und Herz.
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